Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung für GEOSTON protect

Sämtliche Flächensysteme der Produktlinie GEOSTON protect verfügen über die allgemeine bauaufsichtliche Zulassung des Deutschen Instituts für Bautechnik, Berlin (DIBt), kurz Bauartzulassung oder abZ genannt.   

Erweiterte Anwendung

GEOSTON protect Flächensysteme gelten laut Bauartzulassung als „Flächenbelag zur Behandlung und Versickerung von Niederschlagsabflüssen von Verkehrsflächen". Aufgrund der nachgewiesenen Reinigungs- und Regenerationsleistung sind diese Flächensysteme auch für Anwendungsbereiche zulässig, die bislang wegen einer möglichen Gefährdung von Gewässern ausgeschlossen waren (ATV-M 153 – Handlungsempfehlungen zum Umgang mit Regenwasser).

So können nun selbst Verkehrsflächen mit mittlerer bis zu starker Flächenverschmutzung wieder guten Gewissens mit wasserdurchlässigen Betonpflastersystemen befestigt werden, zum Beispiel hochfrequentierte Straßen und Plätze.

Bedeutung der abZ

Die Bauartzulassung wird für Bauprodukte oder Bauarten erteilt, für die es keine allgemein anerkannte Regeln der Technik gibt, insbesondere DIN-Normen. Diese geprüften Produkte oder Systeme bieten Planern, Unternehmern und Bauherren hohe Sicherheit bei der Planung, Ausführung und Anwendung sowie bezüglich GEOSTON protect auch bei der Genehmigung von wasserdurchlässigen Verkehrsflächenbefestigungen.   

Bei dem Flächensystem GEOSTON protect regelt die Bauartzulassung den Anwendungsbereich sowie die Bauart, Planung, Bemessung, Herstellung und Wartung des Belags. Die DIBt-Zulassungsnummer lautet Z-84.1-2.

Aktuell: Das DIBt hat die Bauartzulassung für GEOSTON protect verlängert bis zum 29.6.2016.

  • Zulassungsgegenstand | Anwendungsbereich (s. abZ, S. 3)

    Zulassungsgegenstand | Anwendungsbereich (s. abZ, S. 3)

    Der Zulassungsgegenstand wird als Bauart bezeichnet, bestehend aus den Bauprodukten:

    • aufwerksporiger Betonpflasterstein (Typ GEOSTON protect)
    • spezielles Fugen- und Bettungsmaterial

    Als Anwendungsbereiche werden u. a. Straßen sowie Parkflächen in Wohn- und Gewerbegebieten mit bis zu starker Flächenverschmutzung angeführt. Ausgenommen sind Flächen mit Altlasten oder mit Verdacht auf Altlasten sowie Flächen, auf denen mit wassergefährdenden Stoffen umgegangen wird.      

  • Bauprodukte | Bauart (s. abZ, S. 4 - 8)

    Bauprodukte | Bauart (s. abZ, S. 4 - 8)

    Hier werden der Aufbau und die Eigenschaften der einzelnen Bauprodukte detailliert beschrieben, also die haufwerksporigen Betonpflastersteine sowie das spezielle Fugen- und Bettungsmaterial. Des Weiteren deren Herstellung und Kennzeichnung einschließlich der erforderlichen Übereinstimmungsnachweise für die Betonpflastersteine.

  • Planung | Bemessung (s. abZ, S. 8 – 9)

    Planung | Bemessung (s. abZ, S. 8 – 9)

    Es gelten die gängigen technischen Regeln (s. abZ, Anlage 4). Die Wasserdurchlässigkeit des Untergrundes soll >1 x 10-6 m/s sein. Ist dies nicht gegeben, sind zusätzliche Entwässerungen vorzusehen. Der maßgebliche Grundwasserstand muss mindestens 1 m unter OK Flächenbelag liegen. Der Einbau in Wasserschutzgebieten darf nur in Abstimmung mit der zuständigen Wasserbehörde erfolgen. Als abwassertechnische Bemessung ist eine Versickerungsrate von 270 l/(s x ha) für den Flächenbelag anzusetzen.

  • Einbau- | Verlegehinweise (s. abZ, S. 9 – 11)

    Einbau- | Verlegehinweise (s. abZ, S. 9 – 11)

    Es gelten die allgemein gültigen technischen Regeln für die Herstellung von Pflasterbelägen (s. abZ, Anlage 5). Der Untergrund muss für die Versickerung geeignet ist, der Nachweis erfolgt über ein Bodengutachten oder die Messung der örtlichen Versickerungsrate.Die für die Herstellung der Tragschichten verwendeten Gesteinskörnungen müssen der TL Gestein-StB 04 entsprechen. Für die Frostschutzschichten sind ausschließlich Baustoffgemische nach TL SoB-StB 04 zu verwenden. Weitere Angaben zu den einzelnen Baustoffgemischen in der abZ. Die Verdichtung erfolgt lagenweise mit leichten bis mittelschweren Plattenrüttlern, Kornzertrümmerung ist zu vermeiden.Der Flächenbelag, bestehend aus Pflastersteinen und speziellem Bettungs- und Fugenmaterial, ist Zulassungsgegenstand der abZ und entsprechend herzustellen. Bei der Anlieferung der Pflastersteine ist die Ware auf Beschädigungen zu kontrollieren und auf ebenem, festem Grund abzustellen. Die Dicke der Bettung beträgt im verdichteten Zustand 3 - 5 cm.GEOSTON protect ist ein Pflastersteinsystem aus haufwerksporigem Beton und bedarf bei der Verarbeitung besonderer Beachtung. Beim Verlegen der Betonpflastersteine im vorgegebenen Rastermaß ist darauf zu achten, dass Oberflächen und Kanten nicht beschädigt werden. Zum Ausgleich unerwünschter Farbkonzentrationen werden Steine gleichzeitig aus mehreren Paketen entnommen, so wird ein harmonisches Gesamtbild erreicht.Zum Ausrichten der Betonpflastersteine sind geeignete Werkzeuge zu verwenden, mit denen sich Kantenbeschädigungen vermeiden lassen. Für die Maschinenverlegung empfehlen sich geeignete Versetzzangen mit Gummiaufsätzen. Grundsätzlich ist darauf zu achten, dass die Belagsoberfläche nicht verschmutzt wird, so etwa durch Oberboden, Bauschutt oder Sägestaub – gefährdete Bereiche sollten vorsorglich mit einer Folie abgedeckt werden.Der Flächenbelag ist zur Lagensicherung und zum Schutz der Steine kontinuierlich mit dem Verlegen der Steine mittels vorgegebenem Fugenmaterial zu verfugen. Anschließend wird die Fläche von Verschmutzungen und Fugenmaterial gereinigt. Das Abrütteln erfolgt mit leichten bis mittelschweren Plattenrüttlern unter Verwendung einer Kunststoffschürze zur Vermeidung von Schäden an der Steinoberfläche.

  • Wartung (s. abZ, S. 11)

    Wartung (s. abZ, S. 11)

    Für die dauerhafte Funktionstüchtigkeit bedarf der Flächenbelag einer Wartung, die in einer entsprechenden Anleitung festgelegt werden muss. Verunreinigungen wie z. B. Straßenkehricht oder Laub sind regelmäßig zu entfernen. Des Weiteren ist auf eine ausreichende Fugenfüllung im ersten Betriebsjahr zu achten. Eine Prüfung der Versickerungsrate muss laut abZ mindestens in Abständen von 10 Jahren erfolgen. Wird dabei die spezifische Versickerungsrate von 270 l / (s x ha) unterschritten, ist die Ursache zu ermitteln und zu beseitigen, ggf. muss der Flächenbelag gemäß den Vorgaben der abZ gereinigt werden.

  • Entsorgung (s. abZ, S. 12)

    Entsorgung (s. abZ, S. 12)

    In diesem Fall sind die abgesaugten Materialien, das heißt Bauteile und Baustoffe, auf Inhaltsstoffe zu untersuchen und nach den gesetzlichen Regelungen ordnungsgemäß zu entsorgen.


Broschüre "Flächenversickerung mit Grundwasser-Schutz"

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